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Fragen zu Trafos
- Anschlußbelegung von Transformatoren?
- Ausgangsspannung des Trafos ist zu niedrig oder zu hoch
- Kann ich Trafos höher bestücken, bzw. niedriger (Auslastung)?
- Kann man den Trafo dimmen?
- Kann man Trafos parallel schalten?
- Können Transformatoren im Aussenbereich eingesetzt werden?
- Passt der Trafo durch die Einbauöffnung? Bzw. der Trafo passt nicht durch die Einbauöffnung!
- Warum brummt der Trafo, bzw. wie kann man dieses verhindern?
- Warum flackert das Licht Warum erhalte ich keine 100 %tige Leuchtkraft? Warum ist/sind die letzte/n Leuchte/n dunkler als die anderen?
- Warum gibt es bei einigen elektronischenTransformatoren zwei Primär (230V) Anschlussklemmen?
- Warum ist die Leitungslänge bei elektronischen Transformatoren auf 2m begrenzt?
- Warum schaltet der elektronische Transformator verzögert ein?
- Was für eine Feinsicherung wird benötigt?
- Was heißt MM (auf dem Transformator)?
- Was heißt TC 75°, TA 45°C auf Trafos?
- Was passiert wenn die untere Leistungsgrenze des elektronischen Trafos unterschritten wird?
- Wie lang muß die Leitung sein bzw. welcher Querschnitt ist bei EBL-Installationen mit konventionellem Trafo zu beachten?
1.Frage: Anschlußbelegung von Transformatoren?
Antwort: Bei Trafos mit 2 oder 3 Ausgängen (sekundär/ 12V) kann man z. B. bei einem 5er Set alle 5 Leuchten an einen Ausgang anklemmen, es ist aber auch möglich auf 2 oder 3 Ausgänge zu verteilen, z. B. 1 x 2 und 1 x 3 Leuchten.
2.Frage: Ausgangsspannung des Trafos ist zu niedrig oder zu hoch
Antwort: Ursächlich sind u.U. Messgeräte, die für die hohe Arbeitsfrequenz elektronischer Trafos nicht geeignet sind (40000Hz). Mit diesem Messgeräten kann man nur konventionelle Trafos prüfen, bei elektronischen Trafos führen diese grundsätzlich zu falschen Ergebnissen.
Benötigt werden Echteffektivwert-Messgeräte mit einer Grenzfrequenz >80000Hz.
3.Frage: Kann ich Trafos höher bestücken, bzw. niedriger (Auslastung)?
Antwort: Eine höhere Belastung führt zur übermäßigen Erwärmung des Trafos. Hierbei können Thermoschalter oder Thermosicherung auslösen. Trafos mit Thermosicherung sind dann defekt.
Trafos können geringer belastet werden. Die Mindestauslastung bei konventionellen Trafos sollte nicht unter 75 % liegen, da die Ausgangsspannung sonst zu stark ansteigt und die Lampenlebensdauer darunter leidet.
Bei elektronischen Trafos ist die Mindestlast geringer, da die Ausgangsspannung nicht so stark ansteigt. Z.B. 20 W Mindestlast bei 70VA Trafos, 35W bei 105 VA, 50 W bei 150 VA.
Immer die Angaben des Herstellers beachten!
Eine Überspannung von z. B. nur 5 % kann die Lebensdauer der Lampen um 50 % verringern.
Es ist daher ratsam, die Transformatoren immer zu 100% auszulasten, da somit die höchstmögliche Lebensdauer erzielt wird.
4.Frage: Kann man den Trafo dimmen?
Antwort: Alle Paulmann-Trafos sind dimmbar. Zu beachten ist lediglich,
das für elektronische Trafos normalerweise ein PhasenABschnittdimmer,
für konventionelle Trafos ein PhasenANschnittdimmer benötigt wird.
Bei einigen elektronischen Trafos aus dem Paulmann Programm ist die Dimmung mit jedem beliebigen Dimmer möglich (Profi, Mipro, Disc, bitte Beschreibung beachten).
Werden Lampen oft gedimmt, sollte von Zeit zu Zeit auf volle Leistung geschaltet werden, um den Halogenkreislauf in den Lampen wieder anzuregen und damit die Lebensdauer zu erhalten.
Mehr zu Geräuschentwicklungen von Trafos durch Dimmung im Anhang
Geräuschentwicklung von Trafos durch Dimmung
5.Frage: Kann man Trafos parallel schalten?
Antwort: Z. B. soll, um eine schon bestehende Lichtanlage zu erweitern, an einen 60 VA Trafo ein 100 VA Trafo hinzugenommen werden (auf der 12V Seite miteinander verbunden).
Dieser Betrieb ist nicht zulässig, da die Ausgangsspannung der Trafos nie 100 % gleich ist. Durch die Spannungsdifferenz kann es zu Ausgleichsströmen kommen, die zu einer Überhitzung der Trafos führen.
6.Frage: Können Transformatoren im Aussenbereich eingesetzt werden?
Antwort: Transformatoren können im Außenbereich eingesetzt werden, sofern sie vor Wasser geschützt sind (Überdachung etc.).
Speziell für den Einsatz in einer Umgebung mit hoher Feuchte gibt es konventionelle und elektronische Trafos mit erhöhtem Nässeschutz.
Konventioneller Trafo: IP65 geschützt gegen Strahlwasser
Elektronischer Trafo: IP53 geschützt gegen Sprühwasser
7.Frage: Passt der Trafo durch die Einbauöffnung? Bzw. der Trafo passt nicht durch die Einbauöffnung!
Antwort: Auf Einbauleuchtensets ist eine Mindesteinbauhöhe für den jeweiligen Einbauleuchtentyp angegeben. Wenn die Decke nicht ausreichend abgehängt wurde, entsteht folgendes Problem: Der Trafo passt von seinen Höhen und Breitenmaßen zwar durch das Einbauloch, jedoch verkantet der Trafo aufgrund seiner Länge beim Versuch, diesen in das Loch einzuschieben. Der Trafo muss anderweitig installiert werden, aber so, dass er zugänglich bleibt.
In unserem Programm gibt es spezielle runde Trafos für den einfachen Einbau in Hohldecken.
Disc 50: Ø = 47mm H=18mm
Disc 70: Ø = 53mm H=22mm
Disc 105: Ø = 71mm H=22mm
8.Frage: Warum brummt der Trafo, bzw. wie kann man dieses verhindern?
Antwort: Elektronische und konventionelle Trafos erzeugen im Betrieb Brummgeräusche. Diese sind bei elektronischen Trafos geringer als bei konventionellen. Ursache ist das Schwirren von Blechen (konventionelle) oder Entstörbauteilen (elektronische) in den Trafos (durch das Abschneiden eines Teiles der Sinuskurve im Dimmbetrieb und die dadurch entstehenden steilen Flanken entstehen die Geräusche).
Wenn Trafos z. B. auf Holzdecken geschraubt sind, übertragen sich die Schwingungen und verstärken das Brummgeräusch. Abhilfe könnte ein Lockern der Schrauben schaffen, bzw. ein Gummiprofil zwischen Trafo und Decke.
Geräuschentwicklung von Trafos durch Dimmung
9.Frage: Warum flackert das Licht Warum erhalte ich keine 100 %tige Leuchtkraft? Warum ist/sind die letzte/n Leuchte/n dunkler als die anderen?
Antwort: Bei elektronischen Trafos ist die Leitungslänge auf max. 2 Meter begrenzt. Folgende Probleme können bei einer längeren Leitungslänge auftreten:
1. Funkstörungen nehmen zu, da die Leitung als Sendeantenne wirkt (Trafo arbeitet im Hochfrequenzbereich).
2. Skineffekt, d. h. der volle Leiterquerschnitt steht nicht mehr für die Übertragung des Stromes zur Verfügung. Der Strom wird in die Außenbereiche gedrängt. In der Mitte des Kabels fließt weniger Strom, das Licht wird extrem dunkler.
10.Frage: Warum gibt es bei einigen elektronischenTransformatoren zwei Primär (230V) Anschlussklemmen?
Antwort: Die zwei Primäranschlüsse sind im Transformator parallel geschaltet. Sollen z.B. an einen Deckenauslass zwei Transformatoren angeschlossen werden, so kann der eine Transformator direkt angeklemmt werden und abgehend von der zweiten Primärklemme der zweite Transformator.
11.Frage: Warum ist die Leitungslänge bei elektronischen Transformatoren auf 2m begrenzt?
Antwort: Folgende Probleme treten bei größerer Leitungslänge auf:
Die Funkstörungen würden zunehmen, da die Niedervoltleitungen als Sendeantennen wirken (Trafo arbeitet im Hochfrequenzbereich).
Bei der hohen Arbeitsfrequenz tritt der sogenannte SKINEFFEKT auf. Das bedeutet, dass nicht mehr der volle Leiterquerschnitt für die Übertragung des Stromes zur Verfügung steht. Der Strom wird mehr in die Außenbereiche des Leiters gedrängt. In der Mitte des Kabels fließt weniger Strom. Dadurch wird bei größeren Leiterlängen der Abfall der Spannung überproportional größer und das Licht wird extrem dunkler. Bei sternförmiger Verdrahtung (Trafo in der Mitte) können 4 m versorgt werden. Wenn das nicht ausreicht, muss auf einen konventionellen 50 Hz Trafo umgestellt werden.
12.Frage: Warum schaltet der elektronische Transformator verzögert ein?
Antwort: Im Einschaltmoment ist der Widerstand der Lampen sehr gering. Der Strom im Einschaltmoment ist somit relativ hoch. (Vergl. auch hierzu praktische Erfahrungen von AGL, diese gehen fast immer beim Einschalten kaputt!).
Im elektronischen Konverter ist eine Kurzschlussstrombegrenzung integriert, die auch im Einschaltmoment wirkt.
Folgender Ablauf:
Einschalten des Leuchtensystems mit kalten Leuchtmitteln.
Der Konverter "erkennt" einen hohen Einschaltstrom und wirkt mit der Kurzschlussstrombegrenzung entgegen, d.h. der Einschaltstrom wird begrenzt, jedoch nicht auf Null. Der verbleibende Einschaltstrom ist ausreichend, um die Glühwendel der Lampen aufzuwärmen. Die Kurzschlussstrombegrenzung wird kontinuierlich zurückgenommen, bis die volle Helligkeit erreicht wird. Durch dieses Startverhalten wird die Lampenlebensdauer positiv beeinflusst.
Für eine zu starke Verzögerung kann auch eine Überlastung des elektronischen Konverters (Transformators) sein.
Für elektronische Konverter von Paulmann gilt, dass der Softstart innerhalb von 1,5 Sekunden abgeschlossen sein muss.
13.Frage: Was für eine Feinsicherung wird benötigt?
Antwort: Der Sicherungswert steht immer neben der Sicherung. Die Einschaltstromspitze kann zum Auslösen der Sicherung führen, wenn ein falscher Sicherungstyp verwendet wird. Das Schaltverhalten der Feinsicherung muss „träge“ sein (z.B. T 1,6A). Es dürfen daher keine Sicherungen mit Kennzeichnung M, MT oder F eingesetzt werden, die immer sehr schnell wieder ausfallen.
14.Frage: Was heißt MM (auf dem Transformator)?
Antwort: MM ist ein Prüfzeichen für z.B. Einbauleuchten und Transformatoren, das garantiert, dass die Temperatur an Montageflächen oder benachbarten Flächen nicht über 95°C steigt.
15.Frage: Was heißt TC 75°, TA 45°C auf Trafos?
Antwort: TC bezeichnet die zulässige Gehäusetemperatur, TA die max. zulässige Umgebungstemperatur.
16.Frage: Was passiert wenn die untere Leistungsgrenze des elektronischen Trafos unterschritten wird?
Antwort: Das Licht fängt an zu flackern oder das Licht leuchtet überhaupt nicht. Grund: Selbstschutz, der den Trafo im Leerlauf abschaltet.
17.Frage: Wie lang muß die Leitung sein bzw. welcher Querschnitt ist bei EBL-Installationen mit konventionellem Trafo zu beachten?
Antwort: Der zu wählende Leitungsquerschnitt ist abhängig von der Leistung der Lampen/System und dem zurückzulegenden Weg vom Trafo zu den Leuchten.





