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Fragen zu Leuchtmitteln
1.Frage: Die Energiesparlampe zündet bei sehr niedrigen Temperaturen nicht!
Antwort: Die Zeit zum Zünden einer Leuchtstofflampe ist von der Umgebungstemperatur und der Netzspannung abhängig. Je geringer die Umgebungstemperatur ist, desto höher ist die Zeit zum Zünden der Lampe. Je geringer die Netzspannung ist, desto höher ist die Zündzeit.
Energiesparlampen sind auf Mindesttemperaturen von -10°C ausgelegt.
Bei Temperaturen unter -10°C können Funktionsstörungen auftreten.
2.Frage: Kann man Energiesparlampen/ Leuchtstoffröhren dimmen?
Antwort: Eine Helligkeitssteuerung von Leuchtstoffröhren ist nicht zulässig und auch nicht möglich, d.h. Leuchstoffröhren sind mit handelsüblichen Phasenan- bzw. -abschnittsdimmern nicht dimmbar.
Grund:
1.) Das elektronische Vorschaltgerät der Lampe enthält einen Gleichrichter mit nachgeschaltetem Glättungskondensator (Elko). Dieser Elko wird immer auf den Spitzenwert der Wechselspannung aufgeladen, Netzstrom fließt nur kurz vor und bis zum Netzspannungsmaximum. Dieser Aufbau verbietet den Betrieb an handelsüblichen Dimmern, da Phasenan- und abschnittsdimmer durch ihre steilen Spannungsanstiege den Elko schädigen.
2.) Die meisten Dimmer benötigen eine Minimallast vom Vielfachen einer Leuchtstoffröhre, so dass - selbst bei voll aufgedrehtem Dimmer - dessen Schaltelement keinen ausreichenden Haltestrom vorfindet und so ständig ein- und ausschaltet. Dies schädigt die Leuchtstoffröhre bis hin zur Zerstörung und gefährdet auch den Dimmer.
3.Frage: Können Leuchtmittel explodieren?
Antwort: Speziell Hochvoltlampen können explodieren. Grund ist, dass sich beim Lampenausfall ein Lichtbogen in der Lampe bildet, der das Füllgas stark erhitzt. Um den Lichtbogen schnell zu löschen werden Sicherungen in die Lampen eingebaut oder auch die Bauart kann bei bestimmten Lampentypen den Lichtbogen vermeiden. Spricht die Sicherung zu spät an, kann es in Einzelfällen zu Explosionen kommen.
4.Frage: Lebensdauer von Energiesparlampen und Leuchtstoffröhren?
Antwort: Die Lampen haben eine Lebensdauer von ca. 8000 Stunden.
5.Frage: Was bedeutet die Bezeichnung +C auf Halogen Reflektorlampen?
Antwort: „C“ kommt aus dem Englischen und bedeutet (+) Coverglass = mit Schutzglas.
6.Frage: Wieviel Candela hat mein Leuchtmittel?
Antwort: Die Einheit "Candela" wird für die Lichtstärke verwendet (Lichtstärke ist der in eine bestimmte Richtung abgegebene Lichtstrom einer Reflektorlampe oder Leuchte s.a. Schulungsmappe).
Da die Lichtstärke einer Reflektorlampe in den verschiedenen Richtungen verschieden ist (s.a Lichtverteilungskurve in Schulungsmappe), ist dem Kunden mit einem Wert allein für die Lichtstärke wenig geholfen. Nur die Kombination aus Lichtverteilungskurve und Lichtstärke ist sinnvoll.
Diese Werte werden für Beleuchtungsplanungen benötigt.
Zur Vereinfachung der Beleuchtungsplanung gibt es bei PAULMANN die "Keulendiagramme".
Diese zeigen die Beleuchtungsstärke einer angestrahlten Fläche in Abhängigkeit von der Entfernung zum Leuchtmittel an.
Ausstrahlwinkel
7.Frage: Worin liegt der Unterschied zwischen Hoch- und Niedervolthalogenlampen?
Antwort:
1. Die Lebensdauer von Hochvoltlampen ist geringer als bei Niedervoltlampen(bei Hochvolt 1.000 bis 1.500 Stunden, bei Niedervolt bis 10.000 Stunden) und die Lichtausbeute ist bei Niedervoltleuchten fast doppelt so hoch.
2. Die Hochvoltlampen sind sowohl mit Phasenanschnitt- als auch mit Phasenabschnittdimmer dimmbar. Bei Niedervoltlampen kommt dieses auf den Trafo an. Ein elektronischer Trafo ist grundsätzlich mit Phasenabschnittdimmer dimmbar. Bei Einsatz eines Paulmann Profi-Trafo (70-150VA) oder Miprotrafos, sind auch Niedervoltlampen mit jedem Dimmer dimmbar. Ein konventioneller Trafo ist mit Phasenanschnittdimmer dimmbar.
3. Bei Hochvoltsystemen sind die Einbautiefen größer als bei Niedervoltsystemen, dafür benötigen Sie bei Hochvoltsystemen keinen Trafo.
4. Die Leuchtmittel für Hochvoltsysteme sind teurer als bei Niedervoltsystemen.